Justini-Grenadiere

grenadiere
Justini-Grenadiere von Amtzell um 1890

Im Zusammenhang mit der bereits erwähnten Relliquienübertragung des Hl. Justinus nach Amtzell im Jahre 1750 wurden die Justinigrenadiere als Ehrengarde im Jahr 1774 urkundlich erwähnt.

Unter dem Schutz des Blutfreitags in Weingarten hatten sich die Justinigrenadiere über die schwierigen Jahre um 1800 bis 1850 fort erhalten. Sie durften aber lediglich ihre Heiligblut- Standarte behalten - Waffen oder eigene Fahne blieben verboten.

Bis heute sind die Justinigrenadiere der katholischen Kirchengemeinde unterstellt, deren jeweiliger Ortsgeistlicher zugleich ihr "Chef" ist. So steht es auch in der Satzung der Wehr, der sich die kirchliche Garde im Jahr 1974 anschloss, um als Abteilung der Bürgerwehr im Vereinsregister eingetragen zu sein.

Das Ausrücken der Justinigrenadiere erfolgte früher hauptsächlich zu kirchlichen Hochfesten, vor allem am Justinifest, welches jedes Jahr am Pfingstmontag gefeiert wird. Seit dem Beitritt zur Bürgerwehr wird aber zusätzlich auch an weltlichen Fest- und Feiertagen teilgenommen.

Zur Zeit stehen 10 Gewehrträger, die 3köpfige Fahnenabordnung und der Hauptmann in den Reihen der Justinigrenadiere.